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Softwarepaketierung – Der Schlüssel zur effizienten und sicheren Softwareverteilung

Softwarepaketierung – Der Schlüssel zur effizienten und sicheren Softwareverteilung

Inhaltsverzeichnis

In der heutigen IT-Landschaft ist die schnelle, sichere und standardisierte Bereitstellung von Software auf Unternehmensrechnern ein Muss. Genau hier setzt die Softwarepaketierung an – ein Prozess, der Applikationsinstallationen oder spezifische Einstellungen so vorbereitet, dass sie automatisiert auf beliebig vielen Zielsystemen ausgerollt werden können.

Softwarepaketierung kurz erklärt

Softwarepaketierung bedeutet, eine Anwendung so aufzubereiten, dass sie automatisiert und standardisiert installiert werden kann. Das Ziel: Die Softwarepakete werden an ein Deploymentsystem übergeben, z. B. Matrix42 Empirum, Microsoft Intune, Omnissa Workspace ONE, Microsoft Configuration Manager und weitere. Diese Systeme verteilen und installieren Pakete automatisch auf allen Zielgeräten – konsistent, nachvollziehbar und skalierbar.

Warum Softwarepaketierung so wichtig ist

  • Standardisierung: Nur durch automatisierte Installation wird ein einheitlicher Zustand auf allen Zielrechnern erreicht. Das minimiert Fehlerquellen und vermeidet Abweichungen gegenüber manuellen Installationen.
  • Reduzierter Supportaufwand: Weniger Installationsfehler bedeuten weniger Tickets – ein direkter Zeit‑ und Kostenhebel für IT‑Abteilungen.
  • Sicherheit: Unternehmen sind gezwungen, zeitnah neue Softwareversionen und Security‑Patches auszurollen. Paketierte, „silent“ ablaufende Deployments verkürzen das Patch‑Fenster und erhöhen die Compliance im IT‑Bereich.

Die Bestandteile eines Softwarepakets

Ein typisches Softwarepaket besteht mindestens aus:

  • Installationsdateien (Tipp: immer vom Hersteller beziehen)
  • Installationsscript: Hier wird festgelegt, wie die Installation automatisiert abläuft – inklusive aller gewünschten Einstellungen.

Das Script sollte folgende Punkte abdecken:

  • Die Applikation automatisiert (silent/unattended) installiert wird.
  • Die Applikation ebenso automatisiert deinstalliert werden kann.
  • Eine Reinstallation möglich ist (besonders elegant mit msi-Setups, aber auch durch Deinstallation und Neuinstallation).
  • Zwischen Maschinen- und Benutzerteil unterschieden wird: Der Maschinenteil (Program Files, Windows-Verzeichnisse, HKLM, HKCR) benötigt Adminrechte, der Benutzerteil (AppData, HKCU) wird mit Benutzerrechten ausgeführt.
  • Zuverlässige Rückgabecodes, detailliertes Logging und optionales Rollback zur schnellen Fehleranalyse – ein Plus für IT‑Teams.
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Scriptsprachen und Frameworks – der neo42 Ansatz

Für Paketscripte kommen viele Scriptsprachen zum Einsatz, von Proprietär über VBS bis PowerShell. neo42 setzt konsequent auf PowerShell, da sie die Standardsprache für Windows ist und maximale Leistungsfähigkeit bietet.

Für Windows‑Zielsysteme verwenden wir das neo42 PowerShell App Deployment Toolkit (PSADT), ein Open‑Source‑Framework mit zahlreichen deploymentspezifischen Funktionen. neo42 hat PSADT um viele leistungsstarke Funktionen erweitert.

Das Ergebnis: Eine Paketscriptvorlage, die nahezu alle Routinen abdeckt, denen ein Paketierer bei der Windows-Softwarepaketierung begegnet. Gesteuert wird diese Vorlage über eine JSON-Konfigurationsdatei – so sind meist keine oder nur sehr wenige PowerShell-Kenntnisse für die Paketierung erforderlich.

Paketierung als Service und noch mehr Automatisierung

neo42 bietet individuelle Softwarepaketierung als Service und mit dem Application Package Depot ein Repository mit ca. 400 fertigen PSADT‑Paketen für Standardapplikationen. Diese werden vollständig automatisiert in den oben genannten Deploymentsystemen bereitgestellt. Neue Softwareversionen gelangen nach Erscheinen automatisch in die Deploymentsysteme der Kunden.
Die Automatisierung geht so weit, dass auch die Verteilung der Softwarepakete an die Zielsysteme der Kunden mit Testphase und Produktivverteilung so automatisiert ist, dass nicht ein Klick des Administrator erforderlich ist. So bleiben Unternehmen immer up-to-date und sicher.

Ein weiteres Highlight 

Der Package Recorder von neo42. Dieses Tool führt Paketierer GUI-gestützt und mit hilfreichen Erklärungen durch den Paketierungsprozess mit PSADT und den neo42 Extensions. Mehr Details zum Package Recorder folgen in einem eigenen Artikel.

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Fazit: Moderne Paketierungsstrategie zahlt sich aus

Softwarepaketierung ist der Schlüssel zu einer sicheren, effizienten und standardisierten Softwareverteilung in Unternehmen. Mit Tools, Frameworks und Services wie PSADT, dem neo42 Application Package Depot und dem neo42 Package Recorder hebst du Deployments auf ein neues Level – für mehr Sicherheit, weniger Aufwand und maximale Flexibilität in der IT.

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Fragen und Antworten

Welche Zeit- und Kostenvorteile bringt Softwarepaketierung konkret?

Softwarepaketierung automatisiert viele manuelle Schritte, senkt Ticketvolumen und verkürzt Rolloutzeiten deutlich, was Betriebskosten messbar verringert – spürbar für IT‑Abteilungen und Admin‑Teams.

Welche typischen Fehler bei der Paketierung sollte ich vermeiden?

Du solltest bei der Softwarepaketierung immer auch die automatisierte Deinstallation mit im Paketscript umsetzen. Darüber hinaus sollte die in vielen Apps vorhandene Updatefunktion über das Paketscript bei der Installation abgeschaltet werden, damit keine neuen Applikationsversionen an der IT vorbei Einzug in die IT-Infrastruktur erhalten.

Wie integriere ich Pakete in Microsoft Intune, Empirum oder Workspace ONE?

Für die verschiedenen Deploymentsysteme verfügt das neo42 Application Package Depot über sogenannte Bridges, die speziell für die einzelnen Deploymentsysteme entwickelt sind und mit der API des Deploymentsystems sprechen, um automatisiert die fertigen Softwarepakete zu integrieren. Den Bridges muss nur initial einmalig ein Account oder ein Token übergeben werden für die Autorisierung.

Wie setze ich Silent-Parameter, Logging und Rollback korrekt um?

Für die meist verwendeten Application Setups kennt die PSADT Paketscriptvorlage die silent Parameter bereits. Für noch nicht bekannte Setups sind die Silent Parameter zu recherchieren und in die oben erwähnte json Datei einzutragen. Dies spiegelt den NoCode Ansatz des neo42 PSADT Frameworks mit neo42 Extensions.

Wie halte ich Applikationen und Patches im Zero Touch-Modus aktuell?

Für die in Ihrer Kundenumgebung genutzten Applikationen, die Sie vollständig automatisiert auf die Zielgeräte ausrollen möchten, konfigurieren Sie in dem neo42 Package Center (Komponente des Application Package Depot) eine sogenannte Produktautomatisierung. In wenigen Minuten konfigurieren Sie: Auswahl der Applikation, Häufigkeit der Prüfung auf neue Versionen, Applikationsparameter setzen, Bridge- und Tenantauswahl, Fertig ! Das Ganze GUI geführt, also ohne Coding.

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